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Komoren

Aktionsplan für den Schutz der Meeresschildkröten und der Livingston-Fledermaus in der französischen Republik der Komoren.

Einführung

Die Meeresschildkröten sind eine der bedrohtesten Tierarten der Welt.

Von den sieben bekannten Arten befinden sich sechs in den Kategorien "geschwächt", "gefährdet" ou "kritisch gefährdet" (l'UICN & WCMC 1998).

Alle Arten Meeresschildkröten sind im Annex 1 der CITES aufgelistet (Abkommen über den Internationalen Handel mit vom Aussterben bedrohter Arten aus Flora und Fauna) d.h. der internationale Kommerz ist strengstens verboten.

Die Meeresschildkröten werden schon stark auf internationalem Niveau geschützt, wie z.B die "Weltweite Strategie zum Schutz der Meeresschildkröten" (UICN 1995) und die "Strategie und Aktionsplan zum Schutz der Meeresschildkröten im Westlichen Indischen Ozean" (UICN 1996).

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Im Rahmen des Projektes ''Erhaltung der Biodiversität und dauerhafte Entwicklung auf den Komoren'', welches durch die Direktion der Umweltkommission durchgeführt wird, wird viel vom Aktionsplan für den Schutz der Meeresschildkröten erwartet.

Am 10. und 11. Mai 2000 haben sich die Mitglieder der Organisation Ulanga der Insel Moheli in Fomboni getroffen, auf Einladung des regionalen Dienstes für Umweltschutz von Moheli und des Projektes für die Biodiversität, um über den Aktionsplan für den Schutz der Meeresschildkröten zu diskutieren.

  • Weltweite Bedrohung der Meeresschildkröten
  • Regionale und weltweite Bedeutung der Strände von Moheli für die Eiablage der Schildkröten
  • Ulanga bekräftigt ,dass sie sich für den Umweltschutz allgemein und speziell für die Meeresschildkröten einsetzten wird

Vier Hauptaktionen wurden vorgeschlagen, wo auch die Mitarbeit der lokalen Bevölkerung in den Aktionsplan integriert wird.

  1. Bessere Ausbildung der lokalen Umweltorganisationen , damit sie effizienter sein können.
  2. Die Beobachtung und Ueberwachung der Strände, auf welchen die Schildkröten Eier legen, Zonen welche als Schutzgebiet deklariert werden sollen. Aufbau eines Wächterteams um die Wilderer zu stoppen.
  3. Ausbau des Oekoturismus.
  4. Schutz der Wälder.

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Die grüne Schildkröte

Damit das Projekt zusammen mit der Organisation Ulanga auch greifen kann, haben wir eine EVALUIERUNGSREISE VOM 1. BIS 31 AUGUST 2001 Durchgeführt, um vor Ort die Projekte mit den Verantwortlichen zu diskutieren. Die nötigsten Bedürfnisse wurden evaluiert und die Möglichkeiten einer Kurz- und Langzeit- Zusammenarbeit wurden eingehend diskutiert.

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Sobald das nötige Geld sich zusammengefunden hat, wird Terre & Faune die Partner vor Ort mit konkreten Aktionen unterstützen.

  1. Schutz der Meeresschildkröten
    1. Ausbildung bezahlter Wächter
    2. Sensibilisierung der Bevölkerung
    3. Wissenschaftliche Forschung zur Biologie der Meeresschildkröten
  2. Schutz der Livingston Fledermäuse
  3. Lokales Abfallmanagement

1. Schutz der Meeresschildkröten

Der Schutz der Schildkröten kann auf verschiedene Weise realisiert werden:

A. Ausbildung von entlöhnten Oeko-Wächtern

Sie haben die Aufgabe, die Strände Tag und Nacht zu bewachen, um sie gegen Wilderer zu schützen und um wissenschaftlichen Angaben über die Verhaltensbiologie der Schildkröten zu sammeln. Diese Arbeit ist eine ideale Möglichkeit, neue Arbeitsplätze zu schaffen, die das Wildern unattraktiv macht.
Finanzierungskapital ist nötig :

  • Die Zahl der Wächter erhöhen
  • Ihnen eine angemessene Ausrüstung zur Verfügung stellen (Stirnlampen, Taschenlampen, Wissenschaftliches Material)
  • Ihnen die Möglichkeit geben auch vorbeugende Hilfsmittel zu verwenden, wie Motorschiffe, die die Küste patrouillieren.

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B. Sensiblisierung der Bevölkerung

Es ist wichtig, die lokale Bevölkerung für ihre Umwelt zu sensibilisieren, eine Arbeit, die natürlich durch eine gleichzeitige Entwicklung des Oekoturismus vereinfacht wird. Damit kann über lange Zeit eine Einkommensquelle für diese Bevölkerung geschaffen werden.

Finanzierungskapital ist nötig um:

  • Bungalows und Strohhütten-Restaurants angemessen auszustatten (Solarzellen, Kühlschränke)
  • Qualifiziertes Personal auszubilden, um die Touristen zu empfangen und zu beherbergen
  • Naturführer auszubilden und Naturpfade erstellen.
  • Kunsthandwerk zu fördern und einen Fonds zu erstellen, um diese Artikel herzustellen oder einzukaufen.

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C. Wissenschaftliche Forschung über die grüne Schildkröte

Um die Schildkröten und ihre Lebensweise besser zu verstehen, muss man sie über viele Jahre beobachten. Dazu eignen sich vor allem die Strände, wo die Schildkröten Eier legen, und wo jede Schildkröten alle 3 Jahre wieder auftaucht. Eine Beringung der Schildkröten erlaubt ein Wiedererkennen und ihre Langzeitbeobachtung. Ein anderes System, eine Sonde auf dem Panzer, erlaubt dem Wissenschaftler, die Schildkröte per Satellit in all ihren Bewegungen und Migrationen zu verfolgen. Eine Schildkröte auf Moheli wurde schon mit einer solchen Sonde von Spezialisten der Insel La Reunion markiert Diese Wissenschafler haben gleichzeitig einige lokale Wächter dazu geschult, verschiedenste Arten wissenschaftlicher Informationen über die Schildkröten systematisch aufzunehmen.

Finanzierungskapital ist nötig um:

  • Die Zukunft der Studie der beringten Schildkröten zu sichern, damit sie bei jedem Erscheinen auf der Insel erfasst werden.
  • Mehr Schildkröten von Moheli mit Sonden auszustatten.

Dieses Kapital wird die Anstrengungen der Organisation Ulanga zur Studie der 2500 beringten Schildkröten unterstützen: Beobachtung der Entwicklung, der Eierablage und Migrationswege der Tiere. All dies trägt dazu bei, die Schildkröten und ihre Bedürfnisse besser kennenzulernen und ihren Schutz somit verstärken zu können.

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2. Schutz der Livingston-Fledermaus

Die Livingston-Fledermaus ist eine grosse und endemische Art, dh sie kommt nur auf den Komoren vor. Es gibt sie sonst nirgends auf der Welt.

Diese Art ist vom Aussterben bedroht, man schätzt, dass es nur noch 700 Tiere gibt, verteilt auf die Inseln Moheli und Anjuan. Daher muss ihr Lebensraum dringend geschützt werden.

Terre & Faune möchte die Organisation Ulanga in Ouallah unterstützen, ein kleines Dorf am Fusse eines Waldes, in welchem die Fledermäuse leben. Einige der Einwohner sind leidenschaftlich von den Fledermäusen begeistert und starkt motiviert, sie durch aktiven Umweltschutz und dank des Oekoturisms zu schützen. Diese Menschen sind extrem dynamisch, obwohl sie in sehr prekären Umständen arbeiten müssen. Die Idee wäre, dem Eigentümer des Waldes diese Region abzukaufen und daraus eine Schutztzone zu machen. Terre & Faune wird die Möglichkeit, dieses Projekt zu realisieren, weiter abklären, um diesen motivierten Menschen zu helfen, ihr Ziel zu erreichen.

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3. Lokale Abfallbeseitigung

Die Insel Grande Comore, ökonomisch weiter entwickelt als Moheli, muss mit einem grossen Problem fertig werden:

Die Abfallbeseitung

Zur Zeit werden alle Getränkedosen, organische Abfälle, Plastiksäcke usw. einfach ins Meer geschwemmt. Die Konserven/Getränkedosen bilden ein Wasserreservoir, welches die Enwicklung von Malaria begünstigt. Die Cholera bedroht die Bevölkerung ebenfalls. Die herumliegenden Plastiksäcke bringen die Korallen zum Ersticken oder werden von den Schildkröten verschluckt, da sie sie mit Quallen verwechseln. Die Schildkröten sind schon durch die Wilderer und die Zerstörung ihrer Eierablage-Strände stark gefährdet, und riskieren zusätzlich auch noch den Tod durch Darmverschluss.
Die Zerstörung der Korallen und das Verschwinden der Schildkröten, und damit ihr zahlreicher Nachwuchs, welcher wiederum als proteinhaltige Nahrung für die Fische dient, zerstört die Fischgründe und damit die Lebensgrundlage der Fischer.

Der Mensch kann die Natur nicht zerstören ohne auch sich selbst zu gefährden. Dies hier ist ein weiterer Beweis dafür.

Terre & Faune wird darum versuchen in einem Dorf der Insel ein Pilotprojekt zusammen mit der Organisation Ulanga auf der Grande Comore zur Aluminium und Plastikentsorgung auf die Beine stellen.
Die Idee wäre, verschiedene Sammelposten an strategischen Stellen im Dorf zu positionieren und die Kinder dazu zu bringen, gegen ein kleines Entgelt die leeren Aluminiumdosen und Plastiksäcke zu sammeln. Ein Netz von Handwerkern, welche aus dem Aluminium neue Utensilien herstellt, kommt das gesammelte Aluminium abholen. Die Plastiksäcke können zur Zeit noch nicht rezykliert werden und schlimmsten falls könnte man sie unterirdisch ablegen oder verbrennen.

Dank unserem Projekt ''Petit Train de Terre et Faune", konnte unsere Organisation das Salär von 2 Forstwächtern zahlen, dh.:

3000 FCH

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