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Indien

Nationalpark von Bandhavgarh

Dieses Tigerschutzgebiet wurde erst kürzlich zum Nationalpark ernannt, hat aber eine lange Geschichte. Es befindet sich in den Hügeln von Vindhya in Madhya Pradesh, und bedeckt eine Fläche von 437 Km². Reich an verschiedensten Biotopen, beherbergt dieser Park eine sehr diverse und dichtbesiedelte Fauna, unter anderem eine grosse Anzahl an Bengalischen Tigern (mehr als 50).

Bei der Eröffung des Parks im 1968 war er viel kleiner: 105 Km². Zwei grosse Salwaldstücke wurden 1986 im Norden und Süden beigefügt. Das Zentrum des Parks, welches dem ursprünglichen Park von 1968 entspricht, ist heutzutage die Hauptbeobachtungszone für die Touristen. Sie besteht aus 32 Hügeln. In der Mitte des letzten steht ein alter Wachturm, welcher von den Maharadschas erbaut wurde, hoch oben auf den 300m hohen Felsen. Mehr als die Hälfte des Parks ist von Salwäldern bedeckt. Es gibt jedoch auch Mischwälder mit Sali, Saj, Dhobin und etwas höher gelegen mit Saja. Der Norden ist von grossen Prärien und Bambuswäldern bedeckt. Viele kleine Flüsse durchqueren das Gebiet, doch nur 3 davon führen immer Wasser. Im Winter (November bis Mitte Januar), variiert die Temperatur zwischen 0°C und nächtlichem Frost, und 20°C während des Tages. Der Park ist während der Paarungszeit geschlossen, welche mit der Regenzeit übereinstimmt (Juli bis Oktober). Es fällt etwa 1200 mm Regen pro Jahr.

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Geschichte

Bandhavgarh war schon vor 2000 Jahren ein Aktivitätzentrum der menschlichen Kolonialisierung. Die ältesten Ueberreste sind die Höhlen, welche nördlich des Wachturmes in Molassgestein geschlagen wurden. Mehrere davon enthalten Schriftmalereien in Brahmi, welche auf ein Jahrhundert v. Chr. datiert worden sind. Seit jener Zeit wurde die Region von einer Folge von Dynastien regiert, denen auch die Könige von Chandela von Bundelkhand angehörten, dieselben, die auch die bekannten Tempel von Khadjuraho gebaut haben. Die Könige Baghel, direkte Vorgänger der jetzt regierenden Familie Rewa, haben ihre Dynastie in Bandhavgarh im 12. Jahrhundert aufgebaut. Dieser Ort blieb bis 1917 ihr Hauptsitz, den sie dann nach Rewa verlegten, 120km nördlich. Ohne königlichen Schutz wurde Bandhavgarh mehr und mehr verlassen.

Der Wald nahm Ueberhand und die Region wurde zu einem königlichen Jagdgebiet. Der Aufbau dieses Reservats spielte eine wichtige Rolle im Schutz des Waldes und der Fauna der Region, obwohl die Maharadschas ohne Rücksicht von ihren Jagdrechten profitierten. Man nimmt an, dass 90% der Tiger in Indien während diesen organisierten Trophäenjagden der indischen Maharadschas und der Englischen Kolonialherren umgekommen sind.

Als dann Indien unabhängig wurde, blieb Bandhavgarh im Privatbesitz des Maharadschas von Rewa bis jener dieses Gebiet dem Staat überliess, um daraus in 1968 ein Nationalpark zu machen. Sobald die Region als geschützt galt, begann ein harter Kampf gegen die Wilderer. Die Fauna erholte sich. Es wurden kleine Staudämme gebaut, um die Wasserprobleme während der Trockensaison zu vermindern. Das Weiden des Viehs wurde untersagt und ein Dorf, welches sich mitten im Park befand, wurde verlegt. Die Tiger vermehrten sich zusehends und die Ausweitung des Parks in 1996 lieferte ihnen den nötigen Lebensraum in bewaldeten Gebieten.

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Die Tiger von Bandhavgarh

Der Park von Bandhavgarh ist für seine Tiger und unzählige andere Tierarten bekannt. Die Tiger können mit dem Jeep oder auf Elefantenrücken beobachtet werden. Die Elefantenführer und die Wächter kennen ihr Gebiet sehr gut und folgen regelmässig den Tieren, was natürlich die Chance sie zu sehen, erhöht. Die Elefanten sind auch fähig, die Hänge der Hügel zu erklimmen, wo sonst kein Fahrzeug hinkommen würde.

Schutz des Parkes

Der Park von Bandhavgarh, mit seiner relativ kleinen Fläche, ist auch den Wilderern und Konflikten zwischen den Wildtieren und der lokalen Bevölkerung unterworfen. Die Hirten der Region bringen ihre Herden zum Weiden an die Grenze des Parks und legen oft Fallen, um die Tiger zu töten, die in der Nähe sind. Ein kleines Tigerweibchen, vom zweiten Wurf von Mohini, wurde so am 30. Mai 2001 getötet. Eine andere grosse Gefahr ist die Nachfrage nach Tigerprodukten ( Knochen, Schnauzhaare, Krallen, Zähnen, Penis, usw.) der traditionnellen orientalischen Medizin. Dies bringt alle Tigerpopulationen der Welt in höchste Gefahr, wo auch immer sie sich befinden.

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Patenschaftsprogramm

Unser Patenschaftsprogramm für die Bengal-Tiger des Royal Chitwan Park in Nepal und Bandhavgarh in Indien wird uns erlauben,das Anti-Wilderer System in den Reservaten zu verstärken.

Vieles ist dringend nötig:

  • Mehr Wächter einstellen: Lohn, Versicherung
  • Die Wachgruppen zur Wildererüberwachung ausrüsten: Wanderschuhe, warme Kleider, Feldflaschen, Taschenlampen, Moskitonetze…
  • Kommunikations- und Fortbewegungsmittel verbessern: Walkie-Talkie, Mountainbike, Motorräder
  • Abschrankungen an den Grenzen des Parks aufstellen, wo der Konflikt zwischen Tigern und dem Vieh besonders häufig ist.
  • Mehrere Schulungs- und Sensibilisierungsprogramme der lokalen Bevölkerung unterstützen. Sie in unsere Schutzprojekte einbeziehen. Lokale Handwerkskunst fördern (Produkte werden von T&F gekauft und in der Schweiz zu Gunsten unseres Projektes wiederverkauft. Konferenzen und Austellungen in den Gymnasien von Delhi, organisiert zusammen mit unserem indischen Partner, der Direktorin von T&F in Indien).
  • Das Netz an Informatoren über Wilderer ausbauen, und Belohnung für jegliche handfeste Angaben über Wilderer.
  • Einen Kompensationsfond erstellen, um die Bauern zu entgelten, welche Verluste durch die Tiger erlitten haben.

Wir freuen uns, dass wir im Sommer 2002, dank unseres Projektes ''Petit Train de Terre et Faune'', die Summe von

5'000 FCH

in Indien investieren konnten, um die Tiger in Bandhavgarh zu schützen.

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Vor kurzem reiste unsere Präsidentin mit 3 anderen Mitgliedern von T&F dorthin, und konnte ein konkretes Entwicklungsprojekt in Gang bringen.

1) Aufbauen einer Antenne von T&F in Dehli
- Eröffnen eines Bankkontos
- Legalisierung der indischen Antenne mit der Ernennung von Frau Shalini Shukla zur Präsidentin unseres Tigerprojektes in Bandhavgarh und Herr Rajvardhan Sharma als Partner im Feld.
- Aufbau des Verkaufs von Handwerksprodukten in Indien und der Schweiz, dessen Einnahmen zu Gunsten der Tiger im Nature Heritage Resort in Bandhavgarh gehen.
- Erstellen von gut dokumentierten Brochüren über das Reservat und die Tiger in Bandhavgarh, in Englisch und Französisch.
- Reiseorganisation, zusammen mit der Agentur Au Tigre Vanillé in Genf und Shalini Shukla, Tigerexpeditionen im Pärken von Bandhavgarh und Kanha, zwei Reservate, die ein hohes Schutzpotential für das vor dem Aussterben bedrohten Tier aufweisen.
- Organisation einer Sensibilisierungskampagne in den Schulen von Dehli mit der Möglichkeit von Partnerschaften mit Schweizer Schulen mit Beginn im April 2003. Unsere Präsidentin wird selber, begleitet von Shalinin, in ausgewählten Schulen Konferenzen geben. Jede Schule wird darauf aktiv an unserem Projekt teilnehmen: z.B mit Wettbewerben wie Springseilhüpfen, Wandern, Laufen…immer mit Unterstüztung durch geldspendende Paten.

2) Erarbeitung einer Liste von Materialien, zusammen mit dem Umweltministerium und Raj, unserem Partner vor Ort, welche dringenst benötigt werden, um das schon bestehende Anti-Wilderersystem zu verbessern.

Wir suchen Geld für:

a) 30 Fahrräder: SFR 1935.-
b) 6 Motorfahrräder: SFR 6'780.-
c) 20 Walkie Talkies: SFR 6'450.-
d) 5 tragbare Zelte: SFR 1'620.-
e) 15 Paar Ferngläser von guter Qualität (Leika)
f) 100 Mosikoschutzvorhänge: 320.-
g) einen Ausgleichsfond einrichten, um die Tigerschäden an Haustieren zu bezahlen: SFR 3'250.-/Jahr
h) einen Ausgleichsfond einrichten, um Informatoren zu bezahlen: SFR 1000.-/Jahr
i ) einen Ausgleichsfond einrichten, um Förster und Wildschützer zu bezahlen: SFR 3'000.-/Jahr

Eure Unterstützung ist notwendig und wichtig. Sie hilft uns, eines der grossartigsten und seltesten Tiere in dieser Welt zu schützen:

DER BENGALISCHE TIGER

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